Im Januar 1888 wird Adalbert Raps im beschaulichen Bischofsheim in Unterfranken geboren. In Würzburg studiert er Pharmazie und wird danach direkt als Stabsapotheker an die Front geschickt. Nach Kriegsende arbeitet er in verschiedenen Apotheken, schafft es jedoch aus bürokratischen Gründen nicht, eine eigene Apotheke zu eröffnen. Eine andere Idee muss her.
Im November 1919 eröffnet er einen „Großhandel mit Arzneimitteln, Drogen, Chemikalien und Verbandsstoffen“ in Hamburg. Die Goldenen Zwanziger Jahre verhelfen Adalbert Raps, seine Firma RAPS & Co. zu etablieren. RAPS beginnt den Handel mit Lebensmitteln und bald auch mit Gewürzen.
Während der Zeit des Nationalsozialismus vertreibt Adalbert Raps individuelle Gewürzmischungen in ganz Deutschland. RAPS wird in diesen Jahren als kriegswichtig eingestuft. Seinem jüdisch-stämmigen Vertreter Felix Epstein verhilft Raps zur Flucht nach Amerika.
Als die Bombardierungen in Hamburg immer heftiger werden, zieht es Adalbert Raps zurück in Richtung Heimat. Fündig wird er in Kulmbach (Oberfranken), wo das Unternehmen mit offenen Armen empfangen wird. Raps beginnt, seine Firma neu aufzubauen.
Der innovative und findige Unternehmer wird zeitlebens nie müde zu experimentieren und auszuprobieren. Ob Verfahren zur Herstellung salzfreier Produkte, Glutalin, Extraktionsanlagen für ätherische Öle und Extrakte oder die Biofrost-Kaltvermahlung – der Pioniergeist des Gründers ist bis heute im Unternehmen präsent. 1975 stirbt Adalbert Raps im Alter von 87 Jahren in Kulmbach. In seinem Testament verfügt Adalbert Raps die Errichtung einer Stiftung mit seinem Vermögen. Das Ehepaar Raps ist kinderlos geblieben, und so ist es dem Stifter als gläubigem Katholiken ein Anliegen, mit seinem Nachlass eine gemeinnützige Aufgabe zu erfüllen.
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